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Informationen
zur Verkehrsplanung für den Ahrensburger
Norden |
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Übersicht:
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Nordtangente:
Was ist geplant? Die
Stadt Ahrensburg plant eine neue Straße (Nordtangente) vom
Gewerbegebiet Nord zur Lübecker Straße (B75). Begründet wird die Planung für
die Nordtangente mit einer Entlastung der Lübecker Straße und einer besseren
Anbindung des Gewerbegebietes Nord. Der Weiterbau bis zur Bünningstedter
Straße (Nordwesttangente) ist für die Stadt gesetzt. Der
Generalverkehrsplan (GVP) von 2003 sieht außerdem eine Verlängerung bis zum
Rosenweg vor, so dass insgesamt eine nördliche Umgehungsstraße entsteht. Insbesondere
diese Gesamtplanung hat weit reichende Auswirklungen. Warum lehnen
wir diese Planung ab? Mit dieser Straße werden keine
Verkehrsprobleme gelöst, sondern sie werden verlagert und es wird insgesamt
neuer, zusätzlicher Verkehr erzeugt! Warum ist das so? Fakt 1: Es entsteht eine
zusätzliche Verkehrsbelastung für Ahrensburgs
Norden. Die nördlichen Hamburger
Stadtteile Sasel, Bergstedt,
Wellingsbüttel und Poppenbüttel
haben keine vernünftige Anbindung zur Autobahn A1 Richtung Norden. Die
Anschlussstellen Stapelfeld und Ahrensburg sind von dort aus nur umständlich
zu erreichen. Daher wird die Strecke über die ehemalige B434 nach Bargteheide
und dann weiter zum Autobahnkreuz Bargteheide stark genutzt. Bargteheide hat
seine Ortsdurchfahrt hierfür zwar erschwert, trotzdem bleibt dieser Weg
derzeit die günstigste Verbindung zur A1. Mit der Realisierung von Nord-
und Nordwesttangente würde sich dies grundlegend ändern. Die Strecke über Bünningstedt, die geplante neue Straßenverbindung vorbei
am Gartenholz , durch das Gewerbegebiet Nord und
über den Beimoorweg zur Autobahnkreuz Bargteheide
wäre erheblich attraktiver als die bisherigen Wege. Die Strecke über
Ahrensburg mag etwas länger sein als die über Bargteheide, aber sie ist schneller! Insbesondere
die Ortsdurchfahrt in Bargteheide ist umständlich und kostet viel Zeit. Da
die Straße Eckhorst für KFZ gesperrt ist, müssen die Autofahrer durch den
ganzen Ort mit all seinen Ampeln. Also werden die Autofahrer die schnellere
Strecke über Ahrensburg wählen! Für Ahrensburg bedeutet dies: Es
wird in erheblichem Maße (der Hamburger Norden ist nicht gerade dünn
besiedelt) neuer Verkehr angezogen. Es handelt sich dabei nicht um Ahrensburger Ziel- und Quellverkehr, sondern um
Durchgangsverkehr, der heute nicht über Ahrensburg läuft. Diese Straße erzeugt neuen Verkehr in Ahrensburg. Fakt 2: Gartenholz
verträgt keine weiteren Belastungen Die Nordtangente bringt für die Anwohner im Gartenholz zusätzliche Belastungen,
da neue Verkehrsströme direkt vor die Tür des Stadtteils gespült werden. Die
in der Diskussion verbliebenen Varianten über den Kornkamp verlaufen alle
sehr dicht am Gartenholz, insbesondere da Delingsdorf nur einer südlichen
Trassenführung zustimmt, obwohl Delingsdorf einen erheblichen Nutzen von der
Straße hat. Darüber hinaus würden mit der
Nordtangente die Familabrücke und die Familienwiese
zerstört, die beide eine große Bedeutung für den Stadtteil
Gartenholz haben. Die Familabrücke hat eine zentrale Funktion
für den Fußgänger- und Radverkehr ins Gewerbegebiet, insbesondere zu Famila, Aldi etc. Da der Fußgänger- und Radverkehr in
Ahrensburg gestärkt werden soll, wäre ein Wegfall der Familabrücke
ein völlig falsches Signal. Die
Familienwiese ist eine wichtige Freizeitfläche, die im Gartenholz, das die
höchste Einwohnerdichte Ahrensburgs hat (!),
dringend benötigt wird. Fakt 3: Reeshoop und Bünningstedter
Straße werden noch mehr Verkehr aufnehmen müssen Mit der Nordwesttangente wird der Bereich Reeshoop / Bünningstedter
Straße zwar einerseits entlastet (Verkehr zwischen der L225 und Gartenholz
und Gewerbegebiet Nord), es kommen auf der anderen Seite aber zusätzliche
Verkehre auf diesen Bereich zu. Und zwar: ·
Verkehr zwischen der B75 Nord und der Ahrensburger Innenstadt / dem Einkaufzentrum ·
Verkehr zwischen der B75 Nord und der B75 Richtung
Hamburg ·
Verkehr zwischen den Wohngebieten im Ahrensburger
Westen und dem Gewerbegebiet Nord In Summe bedeutet dies für den Bereich Reeshoop
/ Bünningstedter Straße eine zusätzliche
Verkehrsbelastung, weil Verkehr dorthin verlagert wird. Dieser Effekt wird noch
verstärkt, wenn – wie im Realisierungskonzept Ahrensburg vorgesehen – die
Bauernbrücke am Schloss zurückgebaut wird, so dass die Verbindung zwischen
der Kreuzung Am Weinberg und der Großer Straße für KFZ wegfällt. Als Überlaufventil für dieses
Problem ist die Weiterführung der Nordwesttangente zum Rosenweg vorgesehen,
womit der Verkehr dann eins weiter gereicht wird. Fakt 4: Weitere
Belastungen entstehen aus der Erlenhoferschließung Mit der Nordwesttangente wird die Erschließung des
Erlenhofes vorbereitet. Je nach Form der Bebauung können dort mehr als neue
1.000 Wohneinheiten entstehen. Dadurch entsteht wiederum neuer Verkehr, so
dass unter dem Strich mögliche Entlastungen wieder zunichte gemacht werden. Übrigens: In der
Zukunftswerkstatt wurde eine Bebauung des Erlenhofes von den Bürgern als sehr
nachrangig eingestuft. Sie soll auch nur bei nachgewiesenem Bedarf erfolgen. Verkehrschaos
auf der Lübecker Straße (B75) – wirklich? Derzeit
wird in Ahrensburg ein Schreckensszenario von angeblich chaotischen Zuständen
auf der B75 / Lübecker Straße gezeichnet. Dazu ist folgendes anzumerken:
·
Der Verkehr läuft trotzdem zu allen Tageszeiten flüssig.
Übrigens: Eine Hauptursache für das morgendliche Problem
ist neben dem Verkehrsaufkommen die Fußgängerampel am Schloss. Diese wird in
der genannten Zeit wegen des Schulbeginns besonders stark genutzt. Wenn die
Fußgängerampel nicht genutzt werden kann, wie z.B. während der Sperrung des Mühlenredders zu Jahresbeginn 2009, ist auch hier die
Situation deutlich entspannter. Da
die ortsnahen Ansätze zu zusätzlichem Verkehr und zur Verlagerung des Verkehrs
führen, sind sie keine sinnvollen Lösungen. Darum setzen wir uns für eine
weiträumige Umfahrung ein. Dieser Lösungsansatz wurde von interessierten
Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Zukunftswerkstatt im Jahr 2008
erarbeitet und wird von einer breiten Mehrheit in Ahrensburg getragen. Weiträumige
Umfahrungen sind selbstverständlich nur in Abstimmung mit den
Nachbargemeinden möglich. Hier müssen Lösungen gefunden werden, die allen
Seiten Vorteile bringen. Nur dann ist eine Einigung erreichbar. Der
Generalverkehrsplan (GVP), der zuletzt 2003 fortgeschrieben wurde, hat
folgende grundsätzliche Schwächen:
Das
Fehlen eines von der Politik beschlossenen Gesamtkonzeptes hat in der
Vergangenheit zu einer isolierten Betrachtung der jeweiligen Vorhaben
geführt. Die Verwaltung hat mit ihrer Salamitaktik versucht, ein Projekt nach
dem anderen durchzubringen, so dass nach und nach das von ihr gewünschte
Gesamtergebnis entsteht. Erst Kornkamp Süd, dann Nordtangente, dann … Die
Frage, ob das im GVP beschriebene Gesamtmodell von der Mehrheit der
Stadtverordneten überhaupt gewollt ist, wäre damit überflüssig geworden. Es ist
folglich ein neuer Masterplan Verkehr erforderlich, der auf aktuellen Zahlen
fußt und die regionalen Zusammenhänge berücksichtigt. Die Möglichkeiten
weiträumiger Umfahrungen sind dabei ergebnisoffen zu prüfen. Risiken und
Nebenwirkungen der vorgeschlagenen Maßnahmen sind umfassend darzustellen. Der
Masterplan Verkehr ist anschließend in den zuständigen Ausschüssen zu beraten
und ggf. zu modifizieren, so dass er eine politische Mehrheit findet. Das
Gesamtergebnis muss sein:
Dann
hat hoffentlich auch die Salamitaktik ein Ende… |